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Fünf Fakten über Fett und Fettgewebe

Fakten zum Fett und Fettabbau

Jeder will es loswerden, jeder hat es: das Körperfett. Wir trainieren mit unserem Bauchtrainer, damit wir einen flachen Bauch bekommen. Der Weg dahin führt über das Fett. Wir haben einige Informationen für Euch zum Thema Fettgewebe zusammengetragen.

1. Das Fettgewebe – in braun und weiß

Das weiße und das braune Fettgewebe haben unterschiedliche Funktionen.

Das braune Fettgewebe ist nur an wenigen Stellen im menschlichen Körper zu finden und dient hauptsächlich der Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Die braunen Fettzellen sind kleiner als die weißen Fettzellen und können direkt in Wärme umgewandelt werden. Neugeborene haben sehr viel braunes Fettgewebe, das sich aber schnell fast vollständig zurückbildet. Nur durch Frieren lässt sich also kaum Fett abbauen.

Das weiße Fettgewebe ist der größte Energiespeicher des Körpers mit nahezu unbegrenzter Aufnahmekapazität. Hier wird die in Form von Fetten und Kohlenhydraten aufgenommene und nicht verbrauchte Nahrung als Reserverenergie im Unterhautfettgewebe eingelagert. Dies ist eine wichtige Funktion im menschlichen Körper, gleichzeitig aber auch das große Problem: zu viel Essen wird eingelagert, sprich: macht Dick.

Wird mehr Energie verbraucht als durch Nahrung aufgenommen wird, so zapft der Körper diesen Fettspeicher an und baut das Fettgewebe ab. An sich ein geniales Prinzip, das den Menschen auch bei Hungersnot bis zu 40 Tage ohne Essen überleben lässt.

Das weiße Fettgewebe dient auch zur Isolation (Schutz vor Körperwärmeverlust) sowie dem Schutz der Organe.

2. Die Fettzellen

Jeder Mensch hat viele Fettzellen. Sehr viele. Ein Erwachsener mit Normalgewicht hat 30 Milliarden Fettzellen (in Zahlen: 30.000.000.000), ein Übergewichtiger sogar 80 Milliarden und jemand mit Fettsucht sage und schreibe bis zu 300 Milliarden. Jede dieser Fettzellen ist mit Lipiden gefüllt. Bei der Speicherung kann sich eine Fettzelle bis auf 1.000fache ihrer ursprünglichen Größe ausdehnen. Danach teilt sie sich und neue Fettzellen entstehen.

3. Fett kann man verlieren, Fettgewebe nicht

Die schlechte Nachricht zuerst: Fettzellen bilden sich nie mehr zurück und bleiben uns erhalten. Nun aber die gute Nachricht: das überschüssige Fett kann jeder verlieren, auf Dauer und relativ einfach. Wenn man denn weiß, wie es geht (siehe dazu auch unseren Bauchmuskeln-Trainingsplan mit Ernährungs-Tipps).

Beim Abbau von Körperfett entleeren sich die gefüllten Fettzellen des weißen Fettgewebes. Die Gesamtanzahl der Fettzellen geht dabei nicht zurück und werden nach dem Ende einer Diät schnell wieder gefüllt, der berüchtigte Jojo-Effekt. Das ist auch der Grund, warum wir von kurzfristigen Diäten abraten. Eine dauerhafte Umstellung der Ernährung mit mehr Bewegung ist die einzige Möglichkeit, dauerhaft schlank und fit zu bleiben.

4. Bauchfett gefährdet die Gesundheit

Das überschüssige Fett wird bei den meisten Menschen im Bauchraum eingelagert. Im Gegensatz zum ungefährlichen Unterhautfettgewebe, das fast überall am Körper vorkommt, ist dieses viszerale Bauchfett (Viszeralfett)  gefährlich. Es legt sich um die inneren Organe und das Verdauungssystems und dient eigentlich als Schutz. Übergewichtige Menschen haben aber so viel Bauchfett, das es auf die Organe drückt und die normalen Funktionen beeinträchtigt.

Das Bauchfett erzeugt Fettsäuren, die den Insulinabbau behindern und kann damit zu Diabetes führen. Das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ist deutlich erhöht. Ebenso wie der Spiegel des Stresshormons Kortisol, das für zu hohen Blutdruck verantwortlich gemacht wird.

Ein flacher Bauch sieht also nicht nur gut aus, er sorgt auch für ein gesünderes und (wahrscheinlich) längeres Leben. Hat jemand gesagt, er braucht keinen Bauchmuskeltrainer und keinen Sport?

5. Wege, um das Fett loszuwerden

Bei einer Diät (einer Reduzierung der Kalorienmenge) baut der Körper zuerst das Gewebe ab, das am meisten Kalorien verbraucht. Und das ist leider nicht das Fettgewebe, sondern das Muskelgewebe! Die purzelnden Kilos während einer Diät sind also größtenteils nicht auf den Abbau von Fett zurückzuführen, sondern auf Verlust an Muskelmasse und oft Wasser. Eine einseitige Ernährung (z.B. durch Verzicht auf Kohlenhydrate) kann daher langfristig nicht funktionieren.

Damit der Körper das überschüssige Fett verbrennt, müssen zwei grundlegende Prinzipien erfüllt werden:

A. Ausgewogene, gesunde Ernährung

Hier sind einige Regeln einzuhalten. Viel Gemüse,  viel Proteine und Ballaststoffe, Haferflocken, Geflügel, Obst. Regelmäßiges Essen bis zu 6mal am Tag. Das richtige Essen, auf keinen Fall “Hungern” und auf alles verzichten. Umfangreiche Ernährungstipps findet Ihr in unserem Bauchmuskeln-Trainingsplan.

B. Aufbau von Muskelmasse

Ein halbes Kilo Muskeln erhöht den Grundumsatz (Grundverbrauch) des Körpers um ca. 50 Kalorien täglich. Das bedeutet, das Euer Körper mit mehr Muskeln automatisch mehr Fett verbrennt, ohne das Ihr Euch dafür bewegen müsst!

Treibt Sport, bewegt Euch viel, nehmt die Treppe statt den Aufzug, lasst das Auto für den Weg zum Bäcker einfach mal stehen. Mehr Muskelmasse bedeutet nicht, das Ihr ausseht wie Schwarzenegger in seinen besten Tagen. Mehr Muskeln sorgen für einen straffen, trainierten und gesunden Körper. Schon drei Kilo Muskelmasse bedeuten einen täglichen Mehrverbrauch von 300 Kalorien, nur durch Schlafen oder Sitzen. Alternativ müsstet Ihr dafür ca. 30 Minuten Joggen oder Radfahren.